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KfW: Photovoltaik ist Favorit der Energiewendetechnologien

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KfW Research: Fast 13 Millionen Haushalte nutzen Energiewendetechnologien

  • KfW-Energiewendebarometer zeigt rückläufige, aber weiterhin sehr hohe Zustimmung der Haushalte in Deutschland zur Energiewende
  • Binnen Jahresfrist sind 1,2 Millionen Haushalte als Nutzer einer Energiewendetechnologie hinzugekommen
  • Favorit ist die Photovoltaikanlage

82% halten die Energiewende für wichtig

Das KfW-Energiewendebarometer zeigt, dass 12,9 Millionen Haushalte in Deutschland Energiewendetechnologien nutzen – 1,2 Millionen mehr als im Vorjahr. Photovoltaikanlagen sind am beliebtesten, gefolgt von Batteriespeichern. Trotz eines leichten Rückgangs in der Zustimmung zur Energiewende halten 82 % der Haushalte sie für wichtig. Viele entscheiden sich aus Kostengründen für solche Technologien, während finanzielle Einschränkungen für 41 % der Haushalte ein Hindernis darstellen, vor allem in einkommensschwächeren Gruppen.

Vorreiter Süddeutschland

Besonders viele Nutzer gibt es in Süddeutschland, am wenigsten in Ostdeutschland. Zu den Energiewendetechnologien zählen Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Solarthermie-Anlagen, Batteriespeicher, Kraft-Wärme-Kopplungen, Holzpelletheizungen und Elektroautos. Unangefochtene Nummer 1 in deutschen Haushalten ist dabei die Photovoltaikanlage. Fast 15 % der Haushalte haben bereits eine, im Vorjahr waren es noch rund 12 %. Sehr dynamisch war die Entwicklung bei Batteriespeichern. Vor einem Jahr wurden sie von 3,7 % der Haushalte genutzt, ein Jahr später schon von 6,7 %.

Besonders viele Energiewendehaushalte gibt es in Süddeutschland, 41 % nutzen dort eine der genannten Technologien. Besonders wenige sind es weiterhin in Ostdeutschland (24 %). Allerdings steigen die Zahlen in allen Regionen des Landes merklich an. Das ist vor allem auch deswegen erfreulich, da die Zustimmung zur Energiewende in der aktuellen Befragung zurückgegangen ist. Rund 82 % der Haushalte gaben an, die Energiewende für sehr wichtig oder wichtig zu halten – ein Jahr zuvor waren es noch 88 %.

"Gewisse Verunsicherung"

Außerdem bejahten rund 60 % der Befragten eine hohe Bereitschaft zur Mitwirkung an der Energiewende, nach 68 % ein Jahr zuvor. „Die rückläufigen Zahlen sprechen für eine gewisse Verunsicherung in der Bevölkerung. Allerdings gibt es weiterhin eine überwältigende Mehrheit, die die Energiewende positiv beurteilt“, sagt Dr. Daniel Römer, Senior Economist im KfW Research und Mitautor der Studie.

Immer mehr Haushalte kombinieren Energiewendetechnologien

Gerade die Photovoltaikanlage (PV) bietet sich für eine Kombination mit anderen Technologien an. So ermöglichen sowohl Batteriespeicher als auch Elektroautos, überschüssige Energie zu speichern und damit den Eigenverbrauch des produzierten Stroms spürbar zu erhöhen. Immer mehr Haushalte scheinen diese Potenziale heben zu wollen, denn die Kombination von PV-Anlagen mit anderen Technologien ist im KfW-Energiewendebarometer 2024 deutlich häufiger als im Vorjahr zu beobachten.

Am häufigsten ist gegenwärtig die Verbindung von PV-Anlage und Batteriespeicher. Insgesamt rund 50 % der Immobilieneigentümer mit PV-Anlage nutzen eine Kombination, die diese beiden Anlagen enthält, dies ist ein deutlicher Anstieg zum Vorjahr (33 %). Dieser Anteil setzt sich zusammen aus Haushalten, die zusätzlich zur PV-Anlage ausschließlich einen Batteriespeicher nutzen (22 ggü. 15 % im Vorjahr), solche die zusätzlich zur Batterie noch eine Wärmepumpe (14 ggü.7 % im Vorjahr) oder ein Elektroauto nutzen (8 ggü. 7 % im Vorjahr) und schließlich denen, die ihre PV-Anlage mit Batteriespeicher, Wärmepumpe und Elektroauto kombinieren (6 ggü. 5 % im Vorjahr).

Nähere Infos: KfW-Energiewendebarometer